Rechner für Passives Einkommen
Berechnen Sie Ihr monatliches und jährliches passives Einkommen aus Investitionen. Planen Sie Ihren Weg zur finanziellen Freiheit.
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Passives Einkommen aufbauen
Passives Einkommen ist Geld, das Sie verdienen, ohne aktiv dafür arbeiten zu mässen — zumindest nach der anfänglichen Investition von Kapital oder Zeit. Die bekannteste Form sind Dividenden aus Aktien und ETFs, aber es gibt viele weitere Quellen: Mieteinnahmen, Zinsen aus Anleihen, Tantiemen aus geistigem Eigentum oder Erträge aus P2P-Krediten.
Das Ziel vieler Investoren ist die finanzielle Freiheit: der Punkt, an dem das passive Einkommen die Lebenshaltungskosten deckt. Bei monatlichen Ausgaben von 2.000 — und einer Dividendenrendite von 4 % brauchen Sie ein Portfolio von 600.000 € (24.000 — — 0,04). Nach Steuern (26,375 %) sogar ~815.000 €. Ein ambitioniertes, aber erreichbares Ziel — besonders mit konsequentem Sparen und dem Zinseszinseffekt.
Quellen für passives Einkommen
- Dividenden-ETFs: Vanguard FTSE All-World High Dividend, iShares STOXX Global Select Dividend (3-5 % Rendite). Breit diversifiziert, geringes Einzelrisiko.
- Einzelne Dividendenaktien: „Dividendenaristokraten" — Unternehmen, die seit 25+ Jahren die Dividende steigern (z.B. Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Allianz, BASF).
- Mieteinnahmen: 4-8 % Bruttorendite je nach Standort. Aufwand für Verwaltung und Instandhaltung beachten. Alternativ: REITs für passivere Immobilieninvestition.
- Anleihen/Festgeld: 2-5 % Rendite. Geringeres Risiko, aber auch geringere Rendite. Ideal als Portfolio-Stabilisator.
- P2P-Kredite: 5-12 % versprochen, aber hohes Ausfallrisiko. Plattformen wie Bondora, Mintos. Maximal 10 % des Portfolios.
Reinvestition: Der Turbo-Effekt
In der Aufbauphase sollten Sie Ihre Erträge reinvestieren, um den Zinseszinseffekt zu maximieren. 100.000 — bei 5 % Rendite über 20 Jahre: ohne Reinvestition = 200.000 — (100.000 — Erträge), mit Reinvestition = ~265.000 € (65.000 — mehr durch den Zinseszinseffekt). In der Auszahlungsphase lassen Sie die Erträge auszahlen und leben davon. Thesaurierende ETFs reinvestieren automatisch; ausschättende ETFs zahlen die Erträge aus.
Die FIRE-Bewegung
Die FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) hat das Konzept des passiven Einkommens populür gemacht. Die berühmte 4 %-Regel besagt: Man braucht das 25-fache der jährlichen Ausgaben. Bei 3.000 €/Monat Ausgaben: 3.000 — 12 — 25 = 900.000 €. Aus diesem Portfolio kann man historisch ~4 % pro Jahr entnehmen, ohne das Kapital über 30 Jahre aufzubrauchen (Trinity-Studie). Für Deutschland ist eine konservativere 3,5 %-Regel sinnvoll (höhere Steuern, andere Renditeerwartungen). Mehr dazu in unserem FIRE-Leitfaden.
Besteuerung in Deutschland
Dividenden und Zinsen unterliegen der Abgeltungssteuer (26,375 %). Ausländische Dividenden werden oft am Quellenstaat besteuert (z. B. USA: 15 % Quellensteuer, anrechenbar). Ein Freistellungsauftrag schützt den Sparerpauschbetrag (1.000 €/Person). Tipp: Verteilen Sie Ihren Freistellungsauftrag auf alle Banken und Broker, bei denen Sie Erträge erzielen.
